Verbände-Appell

Im November appellierten Verbände und Organisationen der deutschen Bäder- und Gesundheitswirtschaft unter Federführung der EWA European Waterpark Association an Wirtschaftminister Robert Habeck (Grüne). Veröffentlicht wurde der Appell u.a. von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen und dem Deutschen Sauna-Bund auf ihren Websites.

Darin wird die Forderung begründet, bei der so genannten Gaspreisbremse für die öffentlichen Bäder, Saunaanlagen und Kurbetriebe für die Ermittlung des realen Energiebedarfs das „normale“ Referenzjahr 2019 und nicht das atypische Coronajahr 2021 als Basis zu nehmen. Geplant ist für die Ermittlung des Kontingents für den Garantiepreis 70 Prozent der Jahresverbrauchsprognose, die der Abschlagszahlung für September 2022 zugrunde lag, heranzuziehen. „Beide Parameter geben den realen Bedarf…jedoch nicht realistisch wieder. Unsere Unternehmen unterlagen sowohl im Jahr 2021 als auch im Jahr 2022 noch weitgehenden Restriktionen aufgrund der Pandemiebekämpfung, die auch durch mehrmonatige vollständige Schließungen geprägt waren.“ Ohne eine schnelle und umfassende Entlastung durch Finanzhilfen müssten viele Unternehmen bei einer weiteren Belastung um ihre Existenz fürchten.

Auch nach der Verabschiedung der Strom- und Gaspreisbremsen durch Bundestag und Bundesrat Mitte Dezember forderte EWA von der Politik abermals eine Novellierung der entsprechenden Referenzwerte. (s. SISU v. 16. Dez.)

www.eap-magazin.de

www.dgfdb.de

www.sauna-bund.de

https://www.baederportal.com/fileadmin/user_upload/Brief_der_Verbaende__des_Bade_und__Kurwesens_zur__Gaspreisbremse_Nov_2022.pdf

www.baederallianz.de

Zehn Jahre Emser Therme – ein Jahr Thermenhotel

Vor zehn Jahren, im Dezember 2012, wurde die Emser Therme im Heilkurort und UNESCO Weltkulturerbe Bad Ems (Rheinland-Pfalz) eröffnet, im November 2021 folgte – durch einen Bademantelgang verbunden – das 4 Sterne Thermenhotel. Der Fokus liegt auf Gesundheit, Erholgung und Wohlbefinden; Highlight im SaunaPark ist eine Fluss-Sauna. Geschäftsführer ist Dr. Stefan Kannewischer, die Geschäftsleitung hat Andrea Meurer-Wiedmayer inne.

Die Emser Therme & Thermenhotel gehört zur „Kannewischer Collection“. Zu diesem Verbund zählen außerdem:  Caracalla Therme & Friedrichsbad (Baden-Baden), KissSalis Therme (Bad Kissingen), Spreewaldtherme & Thermenhotel (Burg) und VitaSol Therme (Bad Salzuflen) sowie – voraussichtlich ab Herbst 2023 – die neu errichtete Sprudelhof Therme & Hotel in Bad Nauheim (Hessen). Das Unternehmen Kannewischer aus der Schweiz feierte Anfang des Jahres 2022 sein 50. Firmenjubiläum.

www.emser-therme.de

www.emser-thermenhotel.de

www.kannewischer-collection.com

https://de.wikipedia.org/wiki/Emser_Therme

Gasspeicher

Klaus Müller (Grüne), Chef der Bundesnetzagentur, hat erneut zu mehr Sparsamkeit beim Gasverbrauch aufgefordert. Über die Wintermonate müssten 20 Prozent weniger Gas verbraucht werden. Derzeit seien die Gasspeicher aber noch zu 88 Prozent gut gefüllt.

www.welt.de

Kommunenstudie 2022

„Kommunen in der Finanzkrise“ lautet in diesem Jahr die Kommunenstudie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY Ernst & Young. Darüber berichtet die DGfdB Deutsche Gesellschaft für das Badewesen auf Facebook. Bäder stehen demnach bei den kommunalen Sparmaßnahmen weit oben, wenn es um den eingeschränkten Betrieb oder gar die Schließung geht; für 31 Prozent der von EY befragten Kommunen ist dies eine Option. Diese gehen von einer 24-prozentigen Steigerung der Energieausgaben im Jahr 2023 aus. Die 32 Seiten Studie steht kostenfrei als PDF zur Verfügung.

https://www.ey.com/de_de/forms/download-forms/2022/12/ey-kommunenstudie-2022

https://www.facebook.com/DieDGfdB/

Energiepreisbremsen

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat die vorgesehenen „Energiepreisbremsen“ gebilligt. Kleine und mittlere Unternehmen sowie Privathaushalte sollen damit bei Gas, Strom und Fernwärme teilweise entlastet werden, aber auch große Industrieunternehmen. Die Maßnahmen sollen ab 2023 greifen.

Unterdessen sieht Bundeskanzler Scholz auch im Winter 2023/24 keine Gasknappheit, „wenn nichts Unvorhergesehenes passiert“. Derzeit sind die deutschen Gasspeicher zu 90,2 Prozent gefüllt, sinken aber bedingt durch das kalte Wetter. Künftig soll das Gas, das vor dem Ukraine-Krieg zu 55 Prozent aus Russland bezogen wurde, vornehmlich aus Norwegen, aus den USA, der Golfregion und aus den Niederlanden kommen – zu deutlich höheren Preisen.

Morgen, Samstag, soll das erste von vier/fünf schwimmenden Terminals für Flüssigerdgas (LNG) im niedersächsischen Wilhelmshaven eröffnet werden und in Kürze, am 22. Dezember, in Betrieb gehen. Nachtrag: Bereits am 21. Dezember war dies der Fall.

www.boersen-zeitung.de

www.ard-text.de

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