Jod-Sole-Therme Bad Bevensen

Die Jod-Sole-Therme ist der Hauptanziehungsfaktor in der niedersächsischen Kurstadt mit knapp 10.000 Einwohnern. Eigentümer sind die Stadt bad Bevensen und der Landkreis Uelzen. 2023 wird für die Therme laut Geschäftsführer Torsten Krier ein Defizit von 2,1 Millionen Euro erwartet. Im Laufe des ersten Quartals 2023 soll die Sauna-Landschaft umgebaut werden. Es wird, auch inflationsbedingt, mit weniger Thermen-Gästen insgesamt gerechnet (220.000). Neben den steigenden Aufwendungen für Personal ist der Faktor Energie ein weiterer Kostentreiber. Es gibt ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk. Die Temperatur im Salzwasser-Außenbecken von 32 Grad Celsius soll bleiben. Geschäftsführer Torsten Krier arbeitet an einer „Vision 2028“ für die Weiterentwicklung der Jod-Sole-Therme.

www.az-online.de

www.jod-sole-therme.eu 

Zitat des Tages

„Die Sauna ist die deutsche Energiewende im Kleinmaßstab.“

André D. Thess, Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart, Direktor des Instituts für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), zitiert von ZEIT ONLINE im Rahmen einer „Saunascham“-Reportage über die Therme Erding.

www.zeit.de

Deutscher Heilbäderverband

Schnelle Hilfen aus dem Wirtschaftssstabilisierungsfonds (WSF) fordert der Deutsche Heilbäderverband, Berlin. Als Grund dafür werden stark gestiegene Energiekosten und die hohe Inflation (10,4 Prozent) genannt. Thermen und Thermalbäder seien in ihrem Fortbestand gefährdet. Eine Abwärtsspirale mit schlimmen Standortfolgen für die circa 350 deutschen Heil- und Kurbäder befürchtet Brigitte Goertz-Meissner, Präsidentin des Deutschen Heilbäderverbandes, in einem dpa-Gespräch. Ähnlich sieht es der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB), Berlin.

www.geo.de

www.boersen-zeitung.de

www.deutscher-heilbaederverband.de

www.dstgb.de

Null-Energie-Sauna

„Schwitzen für Klima“: Unter diesem Motto steht ein innovatives Projekt an der Universität Stuttgart. Darüber haben die Stuttgarter Nachrichten jetzt mit dem Initiator gesprochen, einem passionierten Saunagänger und Hobbykoch: André D. Thess, Professor für Energiespeicherung an der Universität Stuttgart, Direktor des Instituts für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und Gründer des Technologieunternehmens Thermal Energy Storage Systems (THESS).

Vor sechs Jahrens war der Start mit einem stattlichen Budget von 100.000 Euro aus Mitteln der Vector-Stiftung. 15 Studenten haben bislang an dem Projekt mitgewirkt. I n diesem Frühjahr konnte erstmals in der „energieautarken“ Sauna geschwitzt werden. Diese kommt ohne Stromanschluss aus und kann überall stehen. Ein mit Wasser befüllter Druckspeicher liefert Wärme und Dampf. Ein bis zwei Sonnentage füllen ihn; damit kann dann die für vier Personen ausgelegte Sauna fünf Stunden beheizt werden. Das Saunabaden soll „intensiver“ sein als die Stromlösung.

Prof. Thess hat auf seine Innovation ein Patent angemeldet. Ein eigens dafür gegründetes start-up soll sie als Nischen- und Lifestyle-Produkt vermarkten: „Unsere Sauna ist der Tesla unter den Saunen.“  Dementsprechend ist der Preis: einige zehntausend Euro. Derzeit ist der Prototyp wegen Wartungsarbeiten außer Betrieb.

Prof. Thess ist Autor des Buches „Sieben Energiewendemärchen?“, das 2021 mehrere Monate auf Platz 1 der Amazon-Bestsellerliste in den Rubriken Energietechnik und Energiepolitik stand. Auf der Jahrestagung Saunaimpulse des Deutschen Sauna-Bundes im Rahmen der interbad innovation days 2021 und auf dem 18. International Sauna Congress auf der interbad 2022 Ende Oktober in Stuttgart wurde die „Null-Energie-Sauna“ näher vorgestellt.

 

www.stuttgarter-nachrichten.de

www.igte.uni-stuttgart.de/institut/team/Thess/

www.isc-2022.com

Deutscher Sauna-Bund

„Sauna & Wellness – eine Branche am Abgrund“. So lautete das Motto einer Podiumsdiskussion des Deutschen Sauna-Bundes auf der interbad-Messe Ende Oktober in Stuttgart. SISU berichtete darüber am 28. Oktober.

Als „Appell an die Bundesregierung“ hat der Verband jetzt auf seiner Website zwei gleichlautende Briefe an die Minister Robert Habeck (Wirtschaft) und Christian Lindner (Finanzen) verschickt. Darin werden Forderungen an die Politik zur Entlastung der öffentlichen privaten und kommunalen Saunabetriebe formuliert, die „vor der größten Bedrohung ihrer Geschichte stehen“. Als Gründe dafür werden die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die „extremen“ Energiekostensteigerungen genannt. Diese hätten die Wirtschaftlichkeit infrage gestellt.

Der Deutsche Sauna-Bund schlägt deshalb zwei konkrete Lösungsansätze vor: zum einen als Innovationsanreiz eine gezielte staatliche Förderung energetischer Maßnahmen, zum anderen die – zeitlich begrenzte – Rückkehr zum ermäßigten Umsatzsteuersatz von sieben Prozent auf Saunaleistungen.

Der Brief an die beiden Spitzenpolitiker, unterzeichnet vom Präsidenten des Verbandes, Prof. Dr. Carsten Sonnenberg, enthält abschließend ein klares Bekenntnis zur Verantwortung und zu solidarischem Verhalten. Wörtlich heißt es: „Die Saunabranche wird dabei aktiv in Richtung erneuerbare Energien und Klimaneutralität mitwirken!“

www.sauna-bund.de

https://sauna-bund.de/wp-content/uploads/2022/11/Appell_BMWK_Deutscher-Sauna-Bund.pdf

https://sauna-bund.de/wp-content/uploads/2022/11/Appell_BMF_Deutscher-Sauna-Bund.pdf

de_DEDeutsch